Vereinschronik

 

1980er Jahre

 

Mai 1983
An einem Infostand auf der Maifeier des DGB treffen sich die ersten Mitglieder des künftigen Vereins Nueva Nicaragua.

 

Februar 1984
Der Verein Nueva Nicaragua wird gegründet.

 

Sommer 1984
Die erste Arbeitsbrigade des Vereins fährt nach Los Lopez/Masaya, um beim Bau einer Schule mitzuarbeiten.

 

Oktober 1984
OB Jentsch schließt eine von medico international herausgegebene Plakatausstellung zu Nicaragua, Proteste von vielen Organisationen und Einzelpersonen (u.a. Solidaritätsveranstaltung mit SPD/ Grüne).

 

Februar 1985
Nueva Nicaragua fordert erstmals eine Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und Ocotal

 

Oktober 1985
Die Stadtverordnetenversammlung beschließt (gemeinsamer Antrag von SPD und Grüne), eine Städtepartnerschaft mit Ocotal anzustreben.

 

Oktober 1985
Bärbel Brell-Vollkammer, Stadtverordnete der Grünen, besucht Ocotal.

 

1986 bis 1989
Im Haushaltsplan der Stadt werden jeweils 50 000 DM für Ocotal vorgesehen (Mittel überwiegend für das Abwasserprojekt - siehe 1994).

 

Mai 1986
Der Leiter des Jugendamtes, Dietrich Schwarz, besucht Ocotal.

Mai 1986
Aktionswochen zur Städtepartnerschaft Wiesbaden-Ocotal in Wiesbaden (u.a. Kunstausstellung arte popular)

Sommer 1986
Eine Gruppe Wiesbadener Bürger/innen fährt in die Partnerstadt Ocotal, (Mithilfe beim Bau eines Wasserspeicherbeckens).

September 1986
Felipe Barreda, der Bürgermeister von Ocotal, besucht Wiesbaden.

Weihnachten 1986
Erste Weihnachtsgeldaktion für Ocotal in Wiesbaden

Sommer 1987
Eine Gruppe von Schüler/innen und Lehrern der Martin-Niemöller-Schule besucht Ocotal (Lichtinstallation an der escuela normal).

Oktober 1987
Ernesto Cardenal spricht vor über 1000 Besuchern in der Stadtbibliothek.

November 1987
Padre Augustin Toranzo (ehem. Pfarrer in Ocotal) besucht Wiesbaden.

Februar 1988
Ingeborg Konradi beginnt ihre Arbeit als Lehrerin und Kordinatorin des Vereins in Ocotal (bis August 1993)

April 1988
Oberbürgermeister Exner und Vertreter von SPD und Grüne besuchen offiziell Ocotal und paraphieren einen Städtepartnerschaftsvertrag.

Oktober 1988
Die nicaraguanische Dichterin Gioconda Belli liest in der Stadtbibliothek.

Oktober 1988
Auf Einladung der Stadt besuchen die Leiterinnen des Ocotaler Kindergartens und des Zentrums für gefährdete Kinder Wiesbaden.

Januar 1989
"Der Verein Nueva Nicaragua startet die Filmreihe ALLER-WELT-KINO im Pariser Hoftheater (Mitveranstalter ab 1991: Evangelische und Katholische Erwachsenenbildung ab 1993 Spielstätte Archivkino Caligiari)."

Mai 1989
Dr. Ursula Weibler nimmt ihre Tätigkeit als Ärztin am Krankenhaus in Ocotal auf (bis April 1991).

Sommer 1989
Arbeitsbrigade nach Ocotal (Hilfe beim Bau des Weiterbildungszentrums)

 

1990er Jahre

Jan./Febr. 1990
Ausstellung von aus Maisblättern u.a. Naturmaterialien hergestellten Puppen in der Stadtbibliothek, angefertigt von Frauen aus Totogalpa/Nicaragua.

Februar 1990
Die FSLN gewinnt in Ocotal die Wahlen zum nationalen und kommunalen Parlament, während in den meisten anderen Städten das konservative Wahlbündnis UNO die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann. 

Februar 1990
Die Stadtverordnetenversammlung erhöht die Mittel für Ocotal für die Jahre 1990/91 auf 95 000 DM jährlich.

Mai 1990
Offizielle Unterzeichnung des Städtepartnerschaftsvertrages in Wiesbaden durch Oberbürgermeister Exner und Bürgermeister Barreda. Eine Gruppe Ocotaler Jugendlicher besucht Wiesbaden. Treffen mit Vertretern von Städtepartnerschaftsgruppen aus Hartfort (USA) und Swindon (GB).

Juli 1990
Kooperationsvertrag mit der gemeinnützigen Organisation Instituto de Promocion Humana (INPRHU/Ocotal). INPRHU verwaltet und überwacht die ordnungsgemäße Verwendung der Wiesbadener Spendengelder in Ocotal.

Oktober 1990
Lesung und Konzert mit Tomás Borge und Carlos Mejia Godoy in der Stadtbibliothek.

Juni 1991
Arnulfo Aguilera Maradiaga wird zum Bürgermeister in Ocotal gewählt.

November 1991
Leoncio Vanegas (Radio Segovia) besucht Wiesbaden

Dezember 1991
Nueva Nicaragua fordert von der Stadt Wiesbaden die Errichtung einer Ocotal-Stiftung in Höhe von 1 Million DM als Ausgleich für die 500-jährige Unterdrückung und Ausplünderung der Indios durch Europäer. Die Forderung wird u.a. von Synoden der Evangelischen Kirche in Wiesbaden übernommen.

Jan./Febr. 1992
Malwettbewerb in Ocotal zur 500. Wiederkehr der Landung von Kolumbus.

Mai 1992
"Ausstellung der besten Bilder des Malwettbewerbs in einem ESWE-Bus, der  mit dem Slogan ""Solidarität heißt Teilen"" für die Städtepartnerschaft wirbt"

Oktober 1992
Eine Gruppe der Ocotaler Basisgemeinde besucht auf Einladung des Ausschusses für Mission und Ökumene Wiesbaden.

Mai 1993
Konzertlesung mit Ernesto Cardenal und der Grupo Sal vor 700 Besucher/innen in der Ringkirche.

Juni 1993
Der Ocotaler Kinderarzt Mario Calderón besucht Wiesbaden und hospitiert an der Deutschen Klinik für Diagnostik und an der Städtischen Kinderklinik.

Nov.-Dez. 1993
Der Stadtjugendring Wiesbaden und der Verein Nueva Nicaragua veranstalten die Weihnachtsmarktlotterie "Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker". Die Ocotaler Musikgruppe ""Grupo Sandino"" auf Konzertreise in Wiesbaden und anderen Städten."

Mai 1994
Gemeinsame Aktion des Ausschusses für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche in Wiesbaden, des Stadtjugendrings Wiesbaden und des Vereins Nueva Nicaragua für Gerechtigkeit im Welthandel (Motto: Leben auf Kosten der Dritten Welt? Ohne uns!).

September 1994
Arnulfo Aguilera Maradiaga besucht Wiesbaden, diverse Veranstaltungen zum 10-jährigen Bestehen von Nueva Nicaragua.

Herbst 1994
Nach mehrjähriger Planung wird das Abwasserprojekt in Ocotal gestartet. Das Gesamtvolumen beträgt 4 Millionen DM, finanziert durch Mittel der EU, der Landeshauptstadt Wiesbaden und Ocotals (Projektpartner: Werkhof Darmstadt, Dritte Welt Haus Bielefeld, Landeshauptstadt Wiesbaden, Stadtverwaltung Ocotal, nicaraguanische Wasserbehörde INAA)

Januar 1995
Erste Veranstaltung des Aller-Welt-Kinos für Schulen (mit Gordian Troeller). Das Projekt wird jedoch von den Schulen nicht angenommen, so dass es nach einigen Veranstaltungen wieder eingestellt wird.

Mai 1995
"Eine-Welt-Zentrum, Katholische Erwachsenenbildung, Pax Christi, Stadtjugendring und Nueva Nicaragua führen die Aktion ""Fair handeln- fairändern"" durch. Martha Adriana Peralta und die Kaffeebäuerin Rosinda Gonzalez   besuchen Wiesbaden. Diverse Veranstaltungen (z. B. festliche Kaffeeprobe, Kaffeeseminar, teatro vivo -Guatemala- spielt ayayay café)."

Herbst 1995
Plakatausstellung zur Partnerstadt Ocotal wird als Wanderausstellung in Wiesbadens Schulen gezeigt.

Juli 1996
Reise von 10 Wiesbadener Jugendlichen nach Ocotal (Stadtjugendring).

September 1996
Ton-Bild-Schau "Wir sind die Gegenwart - Arbeitende Kinder in Ocotal"

November 1996
Eine Delegation der Ocotaler Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft ADEL besucht Wiesbaden.

November 1996
Martha Adriana Peralta wird zur Bürgermeisterin von Ocotal gewählt.

September 1997
Santos Armando Reyes Soza und Juan Carlos Lopez Nayra kommen aus Ocotal nach Deutschland, um im Mainzer Ausbildungszentrum der Handwerkskammer Rheinhessen eine Ausbildung zu Steinmetzen zu machen. Praktika in den Betrieben Thust (Balduinstein), Bach, Guckes und Söhne.

Oktober 1997
Konzertlesung mit grupo sal und Dorothee Sölle (Auftaktveranstaltung der gemeinsam von Volkshochschule, Evangelischer und Katholischer Erwachsenenbildung, Eine-Welt-Zentrum und Nueva Nicaragua organisierten Reihe Eine-Welt-Stimmen), Reihe wurde 1998 wieder eingestellt.

Oktober 1997
Eine Ocotaler Jugendgruppe besucht Wiesbaden (Stadtjugendring).

Mai 1998
Martha Adriana Peralta besucht Wiesbaden.

Mai 1998
Treffen der europäischen Partnerstädte Ocotals in Swindon/England.

September 1998
Die Sängerin Norma Gadea (Ocotal) gibt mehrere Konzerte in Wiesbaden.

September 1998
Der Wiesbadener Student Jürgen Sand (Fachhochschule Wiesbaden) beginnt ein mehrmonatiges Praktikum bei der Partnerorganisation INPRHU in Ocotal.

Oktober 1998
Der Wirbelsturm Mitch zerstört in Ocotal mehrere Hundert Wohnhäuser, die Trinkwasserversorgung, das Weiterbildungszentrum, mehrere Brücken und vieles mehr. Ocotal ist mehrere Tage nicht mehr auf dem Landweg zu erreichen. Die Landeshauptstadt Wiesbaden überweist wenige Tage nach der Katastrophe 100 000 DM als Nothilfe, der Verein Nueva Nicaragua sammelt rund 120 000 DM als Soforthilfe. Viele Schulen, die Wiesbadener Werbegemeinschaft, der Circus Sarrassani und viele andere Organisationen und Privatpersonen unterstützen diese Aktion.

April 1999
In Ocotal erfolgt der erste Spatenstich für das Hausbauprojekt Pueblos Unidos, mit dem Wohnraum für die Mitch-Geschädigten geschaffen werden soll.

Juli 1999
Mitglieder der Aktivengruppe des Vereins Nueva Nicaragua besuchen Ocotal.

Weihnachten 1999
Der Verein startet seine 16. Weihnachtsgeldaktion (Spendenvolumen 68 392,64 DM).

                                                                                           2000er Jahre

Juni 2000
Die Eigentumsurkunden für die ersten 50 Häuser des Hausbauprojekts Pueblos Unidos werden an  Mitch-geschädigte Familien übergeben.

Herbst 2000
Ocotal im Internet. Radio Segovia erstellt eine Internet-Seite mit aktuellen Informationen aus Ocotal/Nueva Segovia (Anregung und Anschubfinanzierung durch Nueva Nicaragua).

September 2000
Martha Adriana Peralta besucht auf Einladung von Oberbürgermeister Diehl Wiesbaden. Offizielle Feiern zum 10-jährigen Bestehen der  Städtepartnerschaft.

Januar 2001
Rommel Lopez Maradiaga und Ana Julia Olivas Paz kommen auf Einladung der Landeshauptstadt nach Wiesbaden, um ein Jahrespraktikum auf der Domäne Mechtildshausen zu absolvieren.

September 2001
Keyla Espinales Rodriguez macht ein einmonatiges Praktikum in der Stadtteilbibliothek Kostheim.

November 2001
FDP und CDU verweigern die Bewilligung von Hilfsgeldern für Ocotal im Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Völkerverständigung und Integration. Große Empörung in der Wiesbadener Bevölkerung. Publizistische Unterstützung der Städtepartnerschaft durch alle lokalen Pressorgane bis hin zu FAZ und Bild-Zeitung. Solidarisierung mit dem Verein drückt sich auch in einem um rund 20 % höherem Spendenvolumen in der Weihnachtsgeldaktion aus.

Februar 2002
Verein Nueva Nicaragua und die CDU verständigen sich darauf, dass die Städtepartnerschaftsvereine künftig nach dem finanziellem Eigenengagement gefördert werden. Spenden für Projekte in Ocotal werden bezuschusst. Ziel: Die Landeshauptstadt Wiesbaden bezuschusst jeden Spenden-Euro mit 0,50 Cent.

Oktober 2002
Stadtverordnetenversammlung verabschiedet neue Förderrichtlinien. Der Verein wird offiziell als Städtepartnerschaftsverein anerkannt.

Januar 2003
Verein Nueva Nicaragua wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als Träger des anderen Dienstes im Ausland anerkannt.

Januar 2003
Nina Schmidt fährt als erste Jugendliche für ein Jahr nach Ocotal, um dort in der Kinderbibliothek zu arbeiten.

März 2003
Eine-Welt-Zentrum und Nueva Nicaragua beginnen mit der Vorbereitung der Einführung eines lokalen Partnerschaftskaffees.

Juni 2003
Nueva Nicaragua ist im Internet.

September 2003
Fabio Stoll reist zum Anderen Dienst im Ausland nach Ocotal aus. Sein Einsatz im Kindergarten dient als Ersatz für den Zivildienst.

Mai 2004
Janis Otter folgt ihm, um ein Jahr in der Kinderbibliothek mitzuarbeiten.

September 2004
Anderer Dienst im Kindergarten: Florian Pielert.

September 2004
Nassau Affair - Der Partnerschaftskaffee für Wiesbaden, Rheingau, Lahn und Taunus wird der Öffentlichkeit präsentiert. Ökologisch angebaut - fair gehandelt.

August 2005
David Schäfer reist nach Ocotal zum Anderen Dienst im Ausland (Ersatzdienst für den Zivildienst).

September 2005
Besuch der Zirkusschule "Escuela de la Comedia y del Mimo" aus Granada in Wiesbaden.

Herbst 2005
Der Partnerschaftskaffee Nassau Affair ist nun auch auch als Espresso erhältlich.

Juli 2006
Florian Dietsch reist nach Ocotal zum Anderen Dienst im Ausland (Ersatzdienst für den Zivildienst).

August 2006
Johannes Drews reist nach Ocotal zum Anderen Dienst im Ausland (Ersatzdienst für den Zivildienst).

Oktober 2006
Jugendzirkustreffen in Wiesbaden. Zirkus Colorinto aus Nicaragua, Radelito aus Köln, Kinderzirkus Bierstadt und Wiesbadener Kinderzirkus.

April 2007
Hanna-Samira (2890 g, 48 cm) verstärkt die Städtepartnerschaft.

Juni 2007
Simon Lindenberg reist nach Ocotal zum Anderen Dienst im Ausland (Ersatzdienst für den Zivildienst).

Juli 2007
Ocotals Bürgermeister Marciano Berrios Sevilla besucht Wiesbaden anlässlich der Amtseinführung von Oberbürgermeister Helmut Müller.

September 2007
Julian Karnetzky reist nach Ocotal zum Anderen Dienst im Ausland (Ersatzdienst für den Zivildienst).

Oktober 2007
Besuch der Wiesbadener Kinderzirkusdelegation in Ocotal beim neuen Ocotaler Kinderzirkus Ocolmena.

November 2007
Anerkennung als Entsendorganisation für das neue weltwärts-Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Dezember 2007
Die Martin-Niemöller-Schule wird durch Brandstiftung teilweise zerstört. Die Ocotal-Ausstellung des Vereins Nueva Nicaragua fällt den Flammen dabei zum Opfer.

August 2008
Felicitas Eser und Lena Handschuh reisen für ein Jahr nach Ocotal als vom Verein Nueva Nicaragua entsandte Teilnehmerinnen von weltwärts.

März 2009
In Ocotal wird mit dem Bau der Montessori-Vorschule begonnen. Das Projekt wird zu 75 % vom BMZ gefördert.

Juni 2009
Ein Film über das Leben der beiden Freiwilligen Feli und Lena in Ocotal wird im Privatfernsehen gezeigt.

Juli 2009
Michel Herke reist nach Ocotal im Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Ersatzdienst für den Zivildienst).

August 2009
In Ocotal wird der Bau eines Stadtteil-Jugendzentrums fertiggestellt. Auch dieses Projekt entstand mit Förderung des BMZ.

Lavinia Mautner reist nach Ocotal im Programm weltwärts des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung."

November 2009
Der Leiter der Bibliothek Las Abejitas, Juvenat de Jesús López Espinoza, wird Opfer eines Überfalls einer Jugendbande. Er wird mit über 40 Messerstichen, gebrochenem Unterkiefer, eingeschlagenen Zähnen und einer schweren Kopfwunde im Koma liegend aufgefunden. Das Krankenhaus in Ocotal schickt ihn nach Managua. Aus Kostengründen wird er jedoch kaum versorgt und schon 24 Stunden, nachdem er aus dem Koma erwacht ist, aus dem Krankenhaus entlassen. Die staatl. Krankenversicherung ist für "Unfälle" außerhalb der Dienstzeit nicht zuständig. Nach Bekanntwerden dieses erschütternden Vorfalls setzt in Wiesbaden eine beispielhafte Solidaritätsaktion ein. Innerhalb von drei Tagen werden in den Kreisen der Familien ehemaliger Freiwilliger und der Wiesbadener Kinderzirkusse 4000 € gesammelt. Damit kann für Juvenat die medizinische Behandlung gesichert werden. In drei Wochen kommen so über 10000 € zusammen, ohne dass der sonstige Spendeneingang dadurch merklich beeinträchtigt wird.

Dezember 2009
Ende 2009 wird mit den Bauarbeiten für das Projekt „Casa Entre Nosotras“ begonnen, einem Haus für Mädchen und Frauen. Es handelt sich hierbei um ein Zentrum zur Betreuung von Opfern innerfamiliärer und sexueller Gewalt. Das Projekt wird für die nächsten drei Jahre vom BMZ finanziell unterstützt.

 

 

2010er Jahre

 

 

März/April 2010

Zum 25-jährigen Vereinsjubiläum und dem 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft Wiesbaden - Ocotal richtet der Verein in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Wiesbaden und in deren Räumen am 17.04.2010 ein Jubiläumsfest aus.

Neben Informationen zu den Projekten werden Folkloretänze, Zirkusdarbietungen, Reiseinformationen und Erfahrungsberichte von ehemaligen Freiwilligen geboten.

Außerdem besteht die Gelegenheit, eine Ausstellung über präkolumbianische Felsritzungen oder Petroglyphen (prähistorische Einritzungen auf Steinen) in Nicaragua sowie weitere Kunstwerke zu betrachten. Die Künstler Nirava Silvia Becker und Orlando Li Sánchez hatten 2008 in Nicaragua eine Felszeichnung in Originalgröße von 5,00 x 1,40 Meter mit Kohle auf Stoff übertragen und berichten auf zwei Veranstaltungen darüber. Die Ausstellung wird im März und April im Foyer der Volkshochschule gezeigt.

Juni/Juli 10
Eine Gruppe von 15 Wiesbadener Jugendlichen aus zwei Wiesbadener Kinder- u. Jugendzirkussen und drei erwachsenen Begleitpersonen besucht vom 28.06. bis 13.07.2010 den Ocotaler Zirkus.

Juli 2010
Vom 03. - 18.07. ist eine Gruppe von 7 Reisenden (Bürgerreise) in Nicaragua unterwegs. Der Besuch der Partnerstadt Ocotal mit Besichtigung der Solidaritäts-Projekte des Vereins ist ein besonderer Schwerpunkt der Reise. Aber auch die anderen Städte und Naturschönheiten im Land der Seen und Vulkane können ausreichend erkundet werden.

September 2011
Zum ersten Mal ist es gelungen, einen dritten Freiwilligen-Einsatzplatz zu besetzen - der für eine pädagogisch vor-/ausgebildete Kraft beantragt wurde. Ab September arbeitet die Sonderpädagogin Anne Rosenkranz im „Centro Los Pipitos“, einer Einrichtung für behinderte Kinder.

Oktober 2011
Auf Betreiben von Martha Adriana Peralta, der INPRHU-Chefin, und mit Hilfe von Rosario Murillo, der Präsidenten-Gattin, bekommt INPRHU einen Besitztitel für das Bibliotheks-Gelände.

Februar 2012
Die Grundschule Breckenheim/Herr Portmann initiiert einen Briefaustausch mit dem CDI in Ocotal.

Februar/März 2012
Vom 25.2.bis zum 10.3.findet die 2. Bürgerreise nach Ocotal und Nicaragua statt - das Land der Vulkane und Seen, der Berge und Flüsse, der Regen- und Nebelwälder, des Kaffees und des Mais´. Ziele sind u.a. Managua, Ocotal (Projektbesuche und Kaffeetour), Ometepe, El Castillo, Granada, Las Isletas, die Pueblos Blancos.

Gleichermaßen war Oberbürgermeister Helmut Müller Anfang März mit dem SPD-Fraktionschef Sven Gerich und dem sozialpolitischen Sprecher der CDU-Fraktion, Ulrich Weinerth, in Ocotal.

Sie kehrten zurück mit einer positiven Bilanz ihres Aufenthalts dort und einem „Riesenrespekt vor der Arbeit von Nueva Nicaragua“ in dem kleinen mittelamerikanischen Städtchen. WK vom 17.3.2012

 

Die Bibliothek bekommt einen Internetzugang.

April 2012
Der Verein bewilligt auf einen begründeten Antrag hin zuweilen Gelder für besondere Konstellationen. Beispielhaft seien hier ca. 14.000 € genannt, die „Radio Segovia“ für den Wiederaufbau einer Antenne bekommt, die durch ein Unwetter zerstört worden war.

Juni 2012
Vom 24.6. bis zum 1.7. besucht Ocotals Bürgermeister Dr. Carlos Norori Wiesbaden.

Seitens der Landeshauptstadt und seitens des Vereins wird ihm ein äußerst vielfältiges Programm geboten.

Im Rathaus unterzeichnen Dr. Norori und der Wiesbadener OB Helmut Müller eine Absichtserklärung über die weitere Zusammenarbeit der Städte.

Am 30.6.2012 veranstaltet der Verein sein erstes Sommerfest auf dem Gelände des Naturfreundehauses in Wiesbaden, zu dem die Mitglieder, die Spenderinnen und Spender sowie Freundinnen und Freunde des Vereins eingeladen sind.

150 Personen (darunter der OB der Stadt Wiesbaden, Helmut Müller, und der Bürgermeister der Stadt Ocotal, Herr Dr. Norori) erleben bei schönstem Sonnenschein einen heiteren und angeregten Tag, begleitet u.a. von Auftritten des Kinder- und Jugendzirkus „Ocolmena“ aus Ocotal sowie der Partnerzirkusse aus Wiesbaden, Livemusik und typischen nicaraguanischen Speisen.

Den Besucherinnen und Besuchern wird ein schöner und erlebnisreicher Nachmittag/Abend geboten und die Städtepartnerschaft Wiesbaden - Ocotal mit Leben gefüllt.      Pressemitteilung vom 30.6.2012

Wie bereits oben kurz erwähnt: Der „Circo Ocolmena“ aus Ocotal ist zu Gast in Wiesbaden und erlebt mit den PartnerInnen der hiesigen Jugendzirkusse eine gute Zeit mit vielen Erlebnissen, Feiern, Treffen, Übungseinheiten, Vorstellungen.

September 2012
Am 30.9. nimmt der Verein an der sog. Aktionsmeile beim Stadtfest teil.

An dieser Stelle sei bereits vorweggenommen: In den Jahren 2014 bis 2016 beteiligten wir uns am Stadtfest zudem jeweils mit einem Stand am Festsonntag auf dem Dern´schen Gelände (Info-Material, Städtepartnerschafts-Quiz, Kunsthandwerk aus Ocotal, Partnerschaftskaffee Nassau Affair, „Flor de Caña“-Rum aus Nicaragua usw.), um den Verein zu präsentieren, Interesse an unserer Arbeit zu wecken und für Unterstützung zu werben.

Das „Interesse an unserer Arbeit“ war bei den BesucherInnen dieses eher „Vergnügungsfestes“ aber nicht dergestalt, dass weitere Teilnahmen sinnvoll erschienen.

November 2012
Die BMZ-Förderung für die CEN läuft aus und wird durch den Verein substituiert.

Dezember 2012
Nach über einem Jahr Arbeit ist der Medizin-Container für das Krankenhaus in Ocotal gepackt und geht auf die große Reise:

Bereits 2011 wurden erste Überlegungen angestellt, medizinische Hilfsgüter in Wiesbaden einzuwerben, einen Container damit zu füllen und für das Krankenhaus in Ocotal zu verschiffen.

Hintergrund für die damals angedachte Hilfslieferung war der relativ deprimierende Zustand des Krankenhauses in baulicher Hinsicht, aber auch und insbesondere bezogen auf die Ausstattung - vom Krankenbett bis hin zu den medizinischen Geräten.

Das Jahr 2012 wurde genutzt, um die Hilfsgüter einzusammeln, den Container zu beladen und zu verschiffen. Anfang 2013 ist der 12 m lange Container in Nicaragua angekommen.

Prall gefüllt mit medizinischen Hilfsgütern unterschiedlicher Art: Gehhilfen, Rollstühle, Pflegebetten, Matratzen, Nachttische, Behandlungsliegen, Steril- und OP-Material, OP-Bestecken, OP-Tische, EKG-Geräte, Patientenüberwachungsmonitore, ein Defibrillator, Pulsoxymeter, Glucometer - und das ist nur ein Ausschnitt.

Möglich wurde dies insbesondere durch großzügige Sachspenden aus den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken, durch den Evangelischen Verein für Innere Mission und das Simeonhaus in Wiesbaden. Seitens des Vereins wurden aus Spendenmitteln zusätzlich ca. 10000,00 € in medizinisches Gerät investiert. Der Gesamtwert der Ladung dürfte bei ca. 30000,00 € gelegen haben.

Für die Zwischenlagerung der Hilfsgüter bis zur Beladung des Containers hatte die Johanniter-Unfall-Hilfe in Wiesbaden bereitwillig die entsprechende Lagerkapazität zur Verfügung gestellt.

Der Transport nach Nicaragua wurde im Übrigen zu einem Großteil durch die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH finanziert, einer Institution des Bundes.

Und nicht zuletzt wurde das Projekt ermöglicht durch viele helfende Hände von Vereinsmitgliedern bzw. aus deren Freundeskreis.

Januar 2013
Die BMZ-Förderung für das Montessori-Projekt läuft aus und muss durch den Verein substituiert werden.

Es wird bereits jetzt deutlich, dass Nueva Nicaragua e.V. den Wegfall der Bundesförderung sowohl für die CEN als auch für das Montessori-Projekt nicht dauerhaft schultern kann.

2013 bis Mitte 2014
In diesem Zeitraum wird eine Kooperation mit dem Evangelischen Verein für Innere Mission in Wiesbaden (EVIM) bezüglich der Entsendung von Freiwilligen nach Ocotal vorbereitet, strukturiert, Basis und gemeinsame Ziele werden vertraglich besiegelt und letztlich EVIM als nunmehrige Entsendeorganisation offiziell vom BMZ anerkannt.

EVIM „exportierte“ und „importierte“ bereits Freiwillige innerhalb Europas und hatte Interesse, diesen Austausch um Ocotal zu erweitern und entsprechend mit dem Verein zu kooperieren.

Dem Verein wiederum kam diese Absicht sehr gelegen, da es aufgrund zunehmender bürokratischer Erfordernisse immer schwieriger wurde, den Arbeitsaufwand für dieses sehr personalintensive Feld ehrenamtlich zu leisten.

EVIM übernahm sodann in gutem Einvernehmen einen sehr großen Teil der Erforderlichkeiten - auch im Verwaltungsbereich.

Der Verein bleibt insbesondere für das „Vor-Ort-Geschäft“ zuständig (z. B. bei der Bereitstellung der Einsatzstelle in einem der von uns geförderten Projekte oder der Auswahl der Gastfamilie), ist aber auch an der Auswahl der BewerberInnen beteiligt, leistet Übersetzungshilfe bei Sprachbarrieren etc.

Mai 2013
Die NASPA-Stiftung überweist dem Verein einen Betrag von 750,00 € als „Förderbeitrag zur Unterstützung der Vereinsarbeit“.

Juli 2013
Am 23. Juli verstarb Martha Adriana Peralta, die von uns überaus geschätzte langjährige Chefin unserer Partnerorganisation INPRHU (Instituto de Promoción Humana).

Die damalige Freiwillige schrieb dazu in ihrem Monatsbericht:

„In der letzten Woche meines Aufenthaltes verstarb Doña Martha. Sie war die Chefin von INPRHU Ocotal gewesen, die Leiterin aller Projekte, welche von „Nueva Nicaragua“ unterstützt werden (Preescolar Montessori, Altenheim San Antonio, Bibliotheka Las Abejitas...) Sie war eine Frau, welche morgens früh aufstand und bis abends spät in die Nacht arbeitete, eine Frau, welche mit Glanz in den Augen sprach, wenn sie die mit neuen Ideen für Projekte zu uns kam. Doch sie träumte nicht nur davon, sie setzte sie auch um. Eine Frau, welche den Glauben an das Gute im Menschen nie verlor.

Für mich war sie jedoch noch mehr. Trotz ihres vollen Arbeitstages war ihr unser Wohlergehen immer sehr wichtig und sie fand immer die Zeit, mit uns persönliche Geschichten auszutauschen oder deutsches Essen zu kochen. Als mich die Nachricht erreichte, waren die Vorbereitungen schon im vollen Gange. Das Haus musste hergerichtet werden. In Nicaragua ist es üblich, dass die verstorbenen Personen im eigenen Haus aufgebahrt werden und jeder Kommende eine Kleinigkeit zu essen erhält. Da Doña Martha in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Managua verstorben war, blieb jedoch genug Zeit, das Haus mit Blumenkränzen herzurichten. Als sie in Ocotal ankam, wurde sie mit einem kleinen Menschenzug zu ihrem Haus begleitet. Und auch zu ihrem Beerdigungszug, welcher am folgenden Tag stattfand, erschienen viele Menschen. Die Menschenmenge war bunt gemischt, von ihrer Familie und Angestellten bis hin zu Campesinos (Bauern).“

November 2013
Der Verein holt die Ausstellung „Überlebenswelten 2.0“ nach Wiesbaden, die am 23.1im Haus B der Volkshochschule eröffnet wird – u.a. mit einer Referentin vom Informationsbüro Nicaragua e.V. Wuppertal.

„Überlebenswelten 2.0“ lässt Landfrauen, Maquila-Arbeiterinnen und Menschen aus der Überlebensökonomie der Städte über ihre Überlebensstrategien, ihre Träume, Hoffnungen und Sorgen sprechen.

Aus sehr persönlichen Blickwinkeln und durch die Erfahrungen von Gewerkschafts- und Parteimitgliedern, JournalistInnen, Feministinnen, Jugendlichen und Kulturschaffenden thematisiert die Ausstellung die voranschreitende wirtschaftliche Globalisierung, die Freihandelsprojekte der USA und der EU in Zentralamerika und hilft so, auch die hiesigen Lebensbedingungen besser zu verstehen.

Die Ausstellung „Überlebenswelten 2.0“ wird in Wiesbaden ergänzt durch Portraits von Arbeiterinnen aus Wiesbadens Partnerstadt Ocotal. Getränke, Snacks und Gitarrenmusik vervollständigen das Ereignis.

Dezember 2013
Am 3.12. trifft sich erstmalig das „Forum der Wiesbadener Partnerschaftsvereine“.

Beteiligt sind u.a. der Oberbürgermeister Sven Gerich und der Stadtverordnetenvorsteher Wolfgang Nickel, VertreterInnen der Abt. „Protokoll und Kommunale Auslandsbeziehungen“ der Stadt und Angehörige der Städtepartnerschaftsvereine. Gegründet werden soll damit eine geeignete Plattform für den Austausch zwischen den Partnerschaftsvereinen, für die Kommunikation zwischen Partnerschaftsvereinen und Stadtverwaltung und ein Ort für Weiterentwicklung und Intensivierung gemeinsamer Ideen.

An dieser Stelle sei bereits vorweggenommen: Das 11. Treffen am 23.11.2018 war das vorerst letzte in dieser Reihe.

März 2014
Am Ende eines längeren Prozesses wird aufgrund eines neuen Nutzungszweckes die regelhafte Förderung der „Casa Materna“ eingestellt.

Die Einrichtung war eine Art Herberge für schwangere Frauen aus dem unwegsamen Umland Ocotals, die dort die letzten Tage vor der Geburt zubringen konnten, um schnellen, ungehinderten und ungefährdeten Zugang zum Krankenhaus zu haben.

Auf Initiative der Alcadía war eine zweite Institution dieser Art entstanden mit der Begründung seitens des Bürgermeisters von Ocotal, dass man damit die staatliche Verantwortung in dieser sozialen Frage wahrnehme.

Eine Information, Abstimmung o.ä. mit „unserer“ Einrichtung fand in keiner Weise statt. Die Alcadía erhielt daher ein Schreiben des Vereins, das einerseits die Wahrnehmung staatlicher Verantwortung in sozialen Belangen anerkennt, andererseits aber auch deutliches Befremden über die Nichteinbeziehung „unserer“ Einrichtung in die Angelegenheit beinhaltete.

Auch die regionale Gesundheitsbehörde SILAIS unterstützt im Übrigen „unser“ Projekt offensichtlich nicht mehr.

Das neue Haus - errichtet seitens der Kommune - wurde bereits eingeweiht und stellt sich im Internet ausgesprochen gut dar.

„Unser“ altes Haus steht noch und soll - gerüchteweise - als Info- und Bildungsstätte oder Bildungswerkstatt für Frauen genutzt werden, auch von einem Jugendzentrum ist die Rede.

April 2014
Das BECA-/Stipendienprogramm wurde 2013 reorganisiert und startet nun durch:

Mit dem Stipendienprogramm unterstützt der Verein fünf bis max. zehn junge StudienanfängerInnen aus Ocotal, die sonst in keiner Weise ein Studium finanzieren könnten. Das Programm leistet einen Teilbeitrag für die angehenden StudentInnen, i.d.R. in der Höhe der Studiengebühren.

Weitere Kostenübernahmen sind im Einzelfall auf Antrag möglich (z.B. Zuschüsse zu Titelerwerb, Fahrtkosten, Fachliteratur, Miete, Lebensunterhalt …).

Die Anträge sind mit bestimmten Unterlagen - hierzu zählen auch ein Motivationsschreiben und Angaben über soziales Engagement - in einem vorgegebenen Verfahren an den Verein zu richten und werden letztlich auch durch diesen entschieden. Während des Verlaufs des Studiums sind u.a. Leistungsnachweise und kurze Sachstandsberichte zu erbringen.

Mai 2014
Am 9. Mai wird das „Partnerstädte-Hinweisschild“ auf dem Dern´schen Gelände eingeweiht.

Das Stadtmagazin „Sensor“ und das „Walhalla“ veranstalten am 25.5. einen weiteren „visionären Frühschoppen“ im Walhalla-Spiegelsaal in der Mauritiusstraße mit dem Thema „Wiesbaden und seine Partnerstädte“: Florian Pielert vertritt den Verein auf dem Podium.

Juli/August 14
Der Wiesbadener Kinder- und Jugendzirkus besucht den Partnerzirkus in Ocotal.

September 2014
Am 7.9. feierte „Nueva Nicaragua e.V. Wiesbaden“ sein 30-jähriges Bestehen mit einem lateinamerikanisch-spanischem Brunch im Naturfreundehaus „Heidehäuschen" in der Freudenberger Straße.

Diesen „runden“ Geburtstag wollten wir nicht ignorieren, sondern vielmehr für die SpenderInnen und UnterstützerInnen des Vereins, die Mitglieder und die Aktiven ein kleines Fest organisieren: Speisen und Getränke, ein Infostand (Vereinsmaterialien, Leinentaschen, Rum, Kaffee, Kunsthandwerk, Schuhputzstand, Beiträge aus Ocotal, Historisches…) eine Bilderschau der Bürgerreise 2012, Lieder aus Nicaragua zur Gitarre und live
lateinamerikanische Musik „aus der Konserve“, ein Bericht über ein Projekt, das eine ehemalige Freiwillige im Rahmen ihrer Masterarbeit mit Kindern in Ocotal zum Thema „In welcher Welt willst du leben?“ durchführte, das Städtepartnerschafts-Quiz, eine Piñata für die Kinder, der Kinder- u. Jugendzirkus Wiesbaden … boten einen prima Rahmen für ein sehr gelungenes und gut besuchtes Geburtstagsfest."

Last but not least: Es gab freundliche Worte von den Herren Oberbürgermeister Gerich und Stadtverordnetenvorsteher Nickel sowie die Anwesenheit weiterer BesucherInnen aus dem Rathaus.

Am 13.9. beteiligt sich der Verein erstmalig am „Internationalen Sommerfest“ des Amtes für Zuwanderung und Integration auf dem Schlossplatz.

Getreu dem Motto „Gemeinsam Vielfalt genießen“ laden die Mitwirkenden dazu ein, die informativen sowie kulinarischen und folkloristischen Angebote zu genießen und die kulturelle Vielfalt Wiesbadens zu erleben.

Dieses Fest der Begegnungen nutzten wir gern, um mit Info-Blättern, dem Städtepartnerschafts-Quiz, Kunsthandwerk aus Ocotal, dem beliebten Partnerschaftskaffee Nassau Affair - der im Weltladen Wiesbaden in der Oranienstraße zu erwerben ist - und dem gern getrunkenen „Flor de Caña“-Rum aus Nicaragua den Verein zu präsentieren, Interesse an unserer Arbeit zu wecken und für Unterstützung zu werben.

An dieser Stelle sei bereits vorweggenommen: Die Teilnahme an diesem Ereignis wurde uns zur lieb gewordenen Tradition.

Januar 2015
EVIM liegt eine erste Bewerbung aus Ocotal für den frisch konzipierten Freiwilligen-Dienst in Süd-Nord-Richtung vor, es handelt sich um Rodrigo Galindo. Im weiteren Verlauf kommt „Rigo“ nach Wiesbaden; weitere Süd-Nord-Austausche folgen.

April 2015
Vom 27.3. bis zum 1.4. hielt sich eine Delegation mit dem Wiesbadener OB Sven Gerich an der Spitze in Ocotal auf. Der Besuch stand im Zusammenhang mit dem 25jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen den Städten. Die zu dieser Zeit ihren Dienst in Ocotal ableistende Freiwillige sieht den Besuch so:

Die 14-köpfige Delegation ist munter in Ocotal angekommen und wird mit bunten Erinnerungen und Erfahrungen wieder nach Wiesbaden zurückkehren.

Viele der Einrichtungen Ocotals haben die Wichtigkeit dieses Partnerschaftsbesuches begriffen, es wurde mit angepackt und es wurden verschiedene Nettigkeiten für die Wiesbadener vorbereitet und wieder einmal hat sich die herzliche Gastfreundlichkeit der Nicas gezeigt. Trotz später Organisation der Auftakte und Geschenke ist letztlich doch alles angenehm nach Plan und Zufriedenheit verlaufen. In der kurzen Zeit hier hat die Delegation viele Eindrücke der Stadt Ocotal und Umgebung erleben können, es wurde auch zum Teil ohne Übersetzer mit vielen Einheimischen kommuniziert, die Tagespläne waren vollgepackt, und es wurden viele interessante Kontakte geknüpft. Das Ocotalsche Bürgermeisteramt hat ca. 9 Projektpläne Ocotals für die Zukunft vorgestellt, von denen manche eine höhere Priorität als andere vorgestellte Projekte haben. Es wurde gesagt, dass dafür nicht finanzielle Unterstützung aus Wiesbaden erwartet wird, aber die Hoffnung da ist, von den Partnern unterstützt zu werden, auch in anderer als nur finanzieller Hinsicht. Ich war sehr beeindruckt, wie authentisch Sven Gerich seine Reden gehalten hat, stets Verständnis für die Aussagen der Partner zeigte, und wie bodenständig und locker der Mann mit allen Personen umgegangen ist. Schön war es auch, Adelheid als Vertreterin vom Komitee dabei zu haben, die vor allem beim Mittagessen und der anschließenden Aktivität mit INPRHU eine große Rolle gespielt hat. Ich finde, in der Delegation war eine super Auswahl an Leuten, alle sehr verschieden, nichtsdestotrotz sind alle sehr harmonisch und gutmütig miteinander umgegangen. Es waren auch 4 Spezialisten aus der Wirtschaft dabei, die sich die Projekte und Projektideen mit ganz anderen Augen und anderem Hintergrundwissen anschauen konnten. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich Teil dieses kurzen, interessanten und aktivitätsreichen Aufenthalts sein durfte und die Aufrechterhaltung der Städtepartnerschaft miterleben konnte!“       WK-Artikel vom 16.4.2015

Juni 2015
Unter dem Motto „2015 besteht die Städtepartnerschaft zwischen der Landeshauptstadt Wiesbaden und der Stadt Ocotal in Nicaragua 25 Jahre!“ ist dieses Datum für die Stadt und den Verein Anlass, das Jubiläum mit einigen Aktivitäten gebührend zu feiern, u.a. sind dies nachfolgende Glanzpunkte:

Freitag, 19. Juni, Filmbühne CALIGARI Wiesbaden:

Gezeigt wird der brandaktuelle nicaraguanische Spielfilm „La Pantalla Desnuda“ (2014, Original mit deutschen Untertiteln), der den fatalen Eingriff digitaler Medien in die Privatsphäre zum Inhalt hat und schildert, wie die Liebe eines jungen Paares durch ein Handyvideo eine tragische Wendung nimmt.

Samstag, 20.6., Kulturforum Wiesbaden:  „Die Frau, die ich bin“ - Gioconda Belli liest aus ihrem neuen Gedichtband und das „Grupo Sal Duo“ spielt Musik aus Lateinamerika.

Gioconda Belli aus Nicaragua – eine der meistgelesenen Autorinnen Lateinamerikas – präsentiert Gedichte aus ihrem neuesten Gedichtband, aber auch Sternstunden aus dem literarischen und poetischen Werk früherer Jahre.

Das „Grupo Sal Duo“ begleitet die Konzertlesung und begeistert durch die Nähe zum Zuschauer. Die Intimität und Leidenschaft der Musik erzeugt im Wechselspiel mit erotischen und politischen Gedichten eine mitreißende Atmosphäre.

Sonntag, 21.6.2015, Weinstand Schierstein: Musikalischer Frühschoppen mit „Big Noise“.

Die Big Band „Big Noise“ der Wiesbadener Musik- & Kunstschule vereint Musiker/innen unterschiedlichsten Alters und hat sich unter der Leitung von Dieter Guntermann einem farbenfrohen Repertoire verschrieben, das alle Generationen gleichermaßen begeistert. Von traditionellem Swing bis zu Funk und Rock ist für jedes Alter etwas dabei.

Der geplante Gegenbesuch einer Delegation aus Ocotal anlässlich des Jubiläums blieb leider aus - mit diffusen Begründungen. Die Art und Weise der Absage durch die Alcaldía (und durch die VertreterInnen unserer Partnerorganisation in Ocotal, INPRUH) und das damit einhergehende Prozedere werden deutlich missbilligt.

Frankfurter Rundschau_25-jährige Städtepartnerschaft

Info Nr. 2 aus 2015_Gioconda Belli

Lilien-Journal_25 Jahre Städtepartnerschaft

Wiesbadener Kurier_20150623_Gioconda Belli

Mein Wiesbaden vom 14.6.2015

Mein Wiesbaden vom 22.6.2015

November 2015
Der „Weltladen“ in Wiesbaden wird zukünftig den Verein aus dem Verkauf des Partnerschaftskaffees „Nassau Affair“ finanziell unterstützen: 10 Cent pro zukünftig verkaufter Packung sollen in ein Projekt in Ocotal münden.

 

2016    Jahr der Städtepartnerschaften – Year of Twinning

Vom Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden, Herrn Sven Gerich, ging die Initiative aus, das Jahr 2016 zum „Jahr der Städtepartnerschaften“ auszugestalten, mit dem Ziel, die diversen Partnerschaften der Stadt zu stärken und zu vitalisieren. Die Partnerschaftsvereine haben im Rahmen dieses Städtepartnerschaftsjahres die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit zu präsentieren.

Am 5.1.2016 erfolgt im Foyer des Rathauses der offizielle Start in das „Jahr der Städtepartnerschaften 2016“ durch den Oberbürgermeister der Stadt, Herrn Gerich.

Zusammen mit „Nueva Nicaragua e.V.“ eröffnet er danach den Veranstaltungsreigen mit unserer Ausstellung zu Ocotal.

In seiner Eröffnungsrede würdigt Herr Gerich die Arbeit des Vereins und beschreibt seine positiven Eindrücke von zwei Reisen nach Ocotal.

Wir präsentieren Plakate mit Infos zur Städtepartnerschaft, zu unseren Hilfsprojekten in Ocotal und zur Historie, weitere Schautafeln unter der Überschrift „Frauen aus Ocotal erzählen …“, Impressionen von den Bürgerreisen sind zu sehen und zu hören und vieles mehr: Lieder aus Nicaragua zur Gitarre, Info-Tisch, Partnerschaftskaffee, Rum, Kunsthandwerk … Zudem werden Gebäck und Getränke gereicht.

Die Ausstellung verbleibt danach im Rathaus und ist an dieser Stelle bis zum 14.1.2016 weiterhin zu sehen.

WK-Artikel 6.1.2016

Vom 22.8. bis zum 7.10 erhalten wir im Übrigen die Gelegenheit, die Ausstellung in der Stadtbibliothek/Mauritius-Mediathek erneut zu präsentieren.

In der Zeit vom 27.2. bis zum 14.3. führt Ursula Waibler die bereits dritte Bürgerreise nach Ocotal und Nicaragua durch. Präsentiert werden Wiesbadens Partnerstadt und die Projekte des Vereins dort sowie die Schönheiten dieses Landes mit seinen beeindruckenden ehemaligen Kolonialstädten, den Vulkanen, Seen, dem Meer … (Managua, Matagalpa, die Perle des Nordens, Ometepe, die wunderbare Insel im großen Nicaraguasee mit ihren zwei Vulkanen, Granada mit seiner Fülle an kolonialer Architektur, der Vulkan Mombacho, die Isletas, eine Gruppe von rund 360 kleine Inseln, die bei einem Vulkanausbruch vor ca. 20.000 Jahren entstanden sind …

Das Festwochenende vom 22. bis 24.4. vereint fast alle Partnerstädte und Partnerschaftsvereine Wiesbadens. Es beginnt mit einem „Get-Together“ im Marmorsaal der Henkell Sektkellerei, setzt sich fort in einem feierlichen Empfang im Rathaus, einem Jazzkonzert im „Kulturforum“, und zu guter Letzt wird die erweiterte Stele der Partnerstädte auf dem Dern´schen Gelände von OB Gerich enthüllt - um nur einige Highlights zu nennen.

Der Wunsch nach einem toleranten Miteinander, nach Frieden, Freundschaft und Solidarität prägt das Zusammensein.

Ärgerlicherweise und trotz vieler Bemühungen seitens der Stadt Wiesbaden und des Vereins ist - wie schon beim 25jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft - keine Delegation aus Ocotal vertreten. Nachvollziehbare Gründe hierfür werden in keiner Weise mitgeteilt.

Vom 13. - 25.7. ist der Ocotaler „Circo Ocolmena“ beim Partnerzirkus in Wiesbaden zu Gast. Höhepunkt vieler Unternehmungen und Ereignisses ist eine Gala aller ArtistInnen im Kinder- und Jugendzentrum „Wellritzhof“.

Auch das „Internationale Sommerfest“ des Amtes für Zuwanderung und Integration (10.9.) und das Stadtfest (25.9.) werden von uns genutzt, um im Rahmen dieses besonderen Jahres den Verein darzustellen.

Ebenfalls in diesem Zusammenhang präsentiert sich „Nueva Nicaragua e.V.“ - neben anderen Partnerschaftsvereinen - in den historischen Räumen der „Casino-Gesellschaft“ in Wiesbaden (4.10.). Ulrich Spörel referiert über Ocotal, basierend auf einer von Karl-Heinz Eischer erarbeiteten Präsentation.

Wie leben die Kinder in Wiesbadens Partnerstadt Ocotal in Nicaragua?

Diese Frage beantwortet Florian Pielert am 20.10. in der Stadtbibliothek/Mauritius-Mediathek bei einer virtuellen Traumreise nach Nicaragua mit vielen Fotos und einer kulinarischen Kostprobe. Interessierte Grundschulkinder sind eingeladen mitzufliegen. Im Anschluss werden Briefe an Ocotaler Schülerinnen und Schüler geschrieben.

Ebenfalls aus Anlass des Jahres der Städtepartnerschaften zeigen wir am 23.1im „Caligari“ den nicaraguanischen Spielfilm „La Yuma“. Der Film schildert die kraftvolle Lebens-, aber auch zarte Liebesgeschichte einer jungen Frau, die sich als Boxerin ihre Chance erkämpfen will, dem Elendsviertel von Managua zu entkommen und für sich einen Platz in der Gesellschaft zu finden.

„La Yuma“ war 2009 der erste Spielfilm, der seit zwanzig Jahren in Nicaragua entstehen konnte.

Am 27.1. veranstalten wir in Kooperation mit dem „Café Klatsch“ eine „Kulturelle 8erbahnfahrt“:

- Armin Nufer (Sprecher, Schauspieler und Regisseur aus Wiesbaden) liest Texte von Ernesto Cardenal, einem der bedeutendsten Dichter Nicaraguas.

- Karl-Heinz Eischer (Nueva Nicaragua e.V.) zeigt Fotos vom nordwestlichen Nicaragua-See, der aus Leben und Werk Ernesto Cardenals nicht wegzudenken ist.

- Jorge Sepúlveda aus Frankfurt a.M. kommt mit der Gitarre und Liedern aus Nicaragua.

- Der Neue Zirkus e.V. Wiesbaden (Partnerzirkus des „Circo Ocolmena“ aus Ocotal) bietet einen kleinen Einblick in sein Programm.

Was ist aus dem Jahr 2016 über das „Jahr der Städtepartnerschaften“ hinaus zu berichten?

Juni 2016
In der Sitzung am 9.6. wird vom Vorstand - im Einvernehmen mit INRHU, unserer Partner-NGO in Ocotal - ein Vertrag unterzeichnet, der den Übergang des Montessori-Projekts an MINED (das nicaraguanische Erziehungsministerium) besiegelt. 
Der Vertrag beinhaltet u.a.:

- Die Weiterführung der erfolgreichen Montessori-Bildung.

- Die Übernahme des Personals.

- Die Gehaltszahlungen erfolgen durch MINED, eine Schlechterstellung ist ausgeschlossen.

- Für die armen Kinder des Viertels bleibt der Besuch der Einrichtung auch in Zukunft kostenfrei.

- Die Inventarisierung und der Verbleib aller Montessori-Materialien in der Einrichtung.

- Das Gebäude bleibt im Eigentum von INPRHU und wird an MINED vermietet.

- Die Wartung des Gebäudes und die entsprechende Kostentragung erfolgen durch MINED.

- Die Entsendung von Freiwilligen durch EVIM/NN in das Projekt ist weiterhin möglich.

- Es erfolgen Berichte über die Entwicklung der Einrichtung nach dem Übergang.

Ein wesentlicher Grund für diese Übertragung war, dass der Verein - nach Wegfall der dreijährigen Anschubfinanzierung des Bundes - dauerhaft nicht in der Lage gewesen wäre, die Kosten für dieses Projekt aufzubringen.

September 2016
Das Vereins-Info soll schöner werden und wird einer kompletten Neugestaltung unterzogen - gleichermaßen die Projektbeschreibung:

Bessere Gestaltung, Modernisierung, attraktiver, bessere Bild-/Textverbindungen, mehr Pep, farbig, gleichermaßen attraktiv für „StammkundInnen“ wie auch anziehend für potentielle neue UnterstützerInnen/Mitglieder …

Simon Lindenberg ist bereit, sich mittels des Layout- und Satzprogrammes „Indesign“ der Überarbeitung anzunehmen und die Rundbriefe zukünftig jeweils entsprechend zu gestalten. Sein direkter Partner seitens der „Grupo Ocotal“ ist Michael Fritton. Es sei bereits an dieser Stelle gesagt: Das Vorhaben wurde bestens gelungen realisiert und dem Info damit eine neue und höhere Qualität gegeben!

März 2017
Der Weltladen Wiesbaden feiert am 1.4. sein „30jähriges“ mit einer Feier und einem kleinen Kulturprogramm. „Nueva Nicaragua e.V.“ ist zum Gratulieren inkl. eines Mini-Info-Standes dabei.

April 2017
"Radio Rheinwelle" hat Ocotal und unsere Aktivitäten dort am 23.4. im Programm. Interviewt wird hierzu auch der Oberbürgermeister, Herr Gerich. Florian Pielert liefert dem Sender die nötigen Informationen.

Mai 2017
Und noch ein Jubiläum: Der von uns unterstützte „Circo Ocolmena“ hat sein 10-jähriges Bestrehen im großen Rahmen gefeiert. ¡Felicitaciones!

In diese Zeit fällt der Beginn einer Verbindung - die sich in den nächsten Jahren vertieft - zu Prof. Dr. Dr. Dr. Sader und der NGO Nicaplast, deren Arbeit eine wunderbare Hilfe insbesondere auch für die Bevölkerung in und um Ocotal darstellt. Seit 1995 reist NICAPLAST mit einem medizinischen Team, Instrumenten, Medikamenten und Verbrauchsmaterial ehrenamtlich nach Nicaragua, um dort bedürftigen Menschen, insbesondere Kindern, zu helfen:

Fehlbildungen mit dem Schwerpunkt Lippen-Kiefer-Gaumenspalten werden mittels kostenloser Korrektureingriffe durch Mund-Kiefer-Gesichts-Chirurgen operiert, gleichermaßen Fehlbildungen der Hände durch einen spezialisierten Handchirurgen, und - soweit noch Kapazität übrig ist - werden auch Korrekturoperationen nach Unfallverletzungen durchgeführt.

Die Ausbildung von lokalen Fachpersonen ist zudem ein weiterer wichtiger Bestandteil der Einsätze, um die selbständige und nachhaltige Grundversorgung vor Ort zu verbessern.

So konnten bisher 9 nicaraguanische ChirurgInnen ausgebildet werden, die inzwischen u.a. in Ocotal eigenständig operieren.

Dort hat Dr. Santos Gómez in seinem Heimatkrankenhaus eine kleine Abteilung für rekonstruktive Chirurgie aufgebaut und hat mit seiner Ausbildung und seinem - u.a. in Basel, Zürich und Frankfurt/M. komplettierten - Fachwissen begonnen, die Bevölkerung chirurgisch mitzuversorgen.

Aktuell hat das NICAPLAST-Team um Prof. Dr. Dr. Dr. Sader Anfang Februar 2020 im Spital in Ocotal in zwei Wochen 84 PatientInnen erfolgreich behandelt. Dr. Gomez führt die Nachsorge durch.

Weitere Einsätze in 2020 wurden durch die Corona-Pandemie verhindert. Man hofft auf Fortführung in 2021.

https://nicaplast.com            http://nicaplast.ch           https://nicaplast.com/nicaplast-aktuell/

November 2017
Die nun schon
vierte Bürgerreise – organisiert von Ulrich Spörel und Frau Wippel von „Kia-Ora-Reisen“ – findet vom 3. bis zum 19.1. 2017statt.

Nach einem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt Managua geht es weiter nach Ocotal. Hier werden die von „Nueva Nicaragua“ und der Stadt Wiesbaden unterstützten sozialen Projekte besucht wie zum Beispiel die Kinder- und Jugendbibliothek, der Kindergarten, das Frauenhaus und das Altenheim. Ein Ausflug zur Wildwasserschlucht von Somoto rundet den Besuch in der Partnerstadt ab.

Es schließt sich eine neuntägige Rundreise durch das Land an. Im Rahmen von Exkursionen werden unterschiedliche Landschaften wie der Regenwald, Vulkane und Seen erlebt und auch eine Kaffeeplantage besichtigt. Die beiden alten Kolonialstädte Leon und Granada bieten den Reisenden darüber hinaus reichhaltige kulturelle Sehenswürdigkeiten.

Aufenthalte an der Pazifikküste laden zum Entspannen ein.           WK vom 15.12.2017

März 2018
In der 2. Monatshälfte (kurz vor Ausbruch der Unruhen in Nicaragua) besuchen Frau Stinner von EVIM und ein spanisch sprechender Kollege Ocotal und besichtigen insbesondere die Kinder- und Jugendbibliothek, den Kindergarten und die Montessori-Einrichtung - im Hinblick auf die weitere Beschäftigung von Freiwilligen.

Fraun Stinner berichtet von guten Gesprächen mit den MitarbeiterInnen von INPRHU und denen in den Projekten.

April 2018
Eine Sozialpädagogin, geboren und aufgewachsen in Peru, hatte sich im Oktober 2017 vorgestellt und ihre Absicht beschrieben, 2018 ein berufliches Sabbatjahr einlegen, Mittel- und Südamerika zu bereisen, dabei auch Station in Ocotal zu machen und sich dort für den Verein engagieren zu wollen.

Sie hatte sich einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen im ersten Halbjahr 2018 vorgestellt, ggfls. auch länger - wenn dies für den Verein nützlich sei. Unsere Idee, in dieser Zeit das Frauenhaus kennenzulernen und zu unterstützen, gefiel ihr ausgesprochen gut, dies sei auch ihr Wunschprojekt gewesen.

Nunmehr wird die Absicht realisiert.

Die politische Krise in Nicaragua eskaliert, der Widerstand gegen die Regierung wächst. Diskussionen über die jeweils aktuelle Lage in Nicaragua werden zum Fixpunkt einer ganzen Reihe von Sitzungen der Aktivengruppe des Vereins. Die repressive Politik des Ortega-Clans, der abgewirtschaftet habe, wird einstimmig verurteilt.

Eine direkte Folge für den Verein besteht darin, dass das BMZ die Rückholung der Freiwilligen aus Nicaragua anordnet; dem kommt EVIM natürlich nach. Auch der Süd-Nord-Austausch kommt zum Erliegen. Weder 2019 noch 2020 kommt es zur Wiederaufnahme der Entsendung junger Menschen nach Ocotal bzw. umgekehrt.

Juli 2018
Die EU-Datenschutz-Grundverordnung macht auch vor dem Verein nicht halt und erfordert eine Beschäftigung damit.

August 2018
Am 4. August findet im Naturfreundehaus „Heidehäuschen“ in der Freudenberger Straße unser 3. Sommerfest statt, zu dem wir im Laufe des Tages über einhundert Gäste begrüßen können.

Bei tropischen Temperaturen gibt es kühle Getränke, „chili con o sin carne“, einen Fair-Trade-Verkaufsstand des Weltladens Wiesbaden sowie einen Info-Stand unseres Vereins, eine Plakatausstellung, eine Bilderschau u.a. von der letzten Bürgerreise, ein Städtepartnerschafts-Quiz, ein kleines Kinderprogramm samt der traditionellen Piñata, aktuelle Informationen, Lieder aus Nicaragua von Jorge Sepúlveda Ruiz und Darbietungen des Neuen Zirkus´ e.V. Wiesbaden.

Wir haben diesen Tag - der mit einiger Arbeit verbunden war - genossen, und die Rückmeldungen zeigten, dass auch die Gäste ihre Freude an diesen Stunden hatten.

September 2018
Am 27.9. erfolgt in Kooperation mit dem „Weltladen“ Wiesbaden die erste „Lesung mit Musik“ des Vereins:

Armin Nufer (Sprecher, Schauspieler und Regisseur aus Wiesbaden) liest Texte von Gioconda Belli, Ernesto Cardenal, Sergio Ramírez, Jorge Calderón aus Ocotal und anderen und Jorge Sepúlveda aus Hofheim/Taunus kommt mit der Gitarre und Liedern aus Nicaragua.

Die gut besuchte und sehr gelungene Veranstaltung findet im Roten Salon des Literaturhauses „Villa Clementine“ in Wiesbaden statt.

Erzählungen, Gedichte und traditionelle Lieder aus Nicaragua stehen im Mittelpunkt - begleitet von einem Verkaufsstand des Weltladens Wiesbaden und einem Info-Stand unseres Vereins.

Das Kulturamt der Stadt und das Literaturhaus unterstützen die Darbietung großzügig.

Der Reinerlös kommt nach Abzug der Unkosten dem Altersheim „San Antonio“ in Ocotal für eine Unternehmung in der Weihnachtszeit zugute.

März 2019
Nueva Nicaragua e.V. ist Mitglied in der HEKO, der Koordinationsgruppe hessischer Nicaragua-Initiativen und kommunaler Partnerschaften, die sich regelhaft zu einer Reihe von Sitzungen jährlich trifft, um sich zu den jeweiligen Arbeitsfeldern, der Situation in Nicaragua, gemeinsamen Aktionen usw. informell auszutauschen.

Am 30.3. richtet der Verein erneut eine Arbeitssitzung der HEKO in Wiesbaden aus.

April 2019
Die Homepage des Vereins ist in die Jahre gekommen und es entsteht die Idee, eine neue, zeitgemäße Website zu entwickeln, die technisch, konzeptionell und gestalterisch dem aktuellen Standard entspricht.

Carmen Weibler und Otto Weiss nehmen sich der Angelegenheit an.

Oktober 2019
Am 1.10. veranstaltet der Verein wiederum im „Roten Salon“ des Literaturhauses „Villa Clementine“ in Wiesbaden die zweite Lesung mit Musik unter dem Titel „En movimiento - Auswege und Aufbrüche“. Armin Nufer liest und Jorge Sepúlveda begleitet auf der Gitarre.

"Literatur und Musik zeigen Lateinamerika in Bewegung - auf der Suche nach einem menschenwürdigen Leben. Gelesen werden Texte von Eduardo Galeano,. Gabriel García Márquez
Lucía Puenzo, Alfonsina Storni, Ariel Dorfmann und Ramón Chao. Die Veranstaltung ist gut besucht und sehr gelungen."

Das Kulturamt der Stadt und das Literaturhaus unterstützen die Veranstaltung erneut. Der Reinerlös kommt erneut dem Altersheim „San Antonio“ in Ocotal zugute.

 

 

2020er Jahre

Januar 2020

Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die Vereinsaktivitäten 2020 außerordentlich. Ein Engagement über das „Regelgeschäft“ hinaus - d.h. die Unterstützung der Projekte in Ocotal und der Kontakt und Austausch mit ihnen – ist kaum möglich. Insbesondere auf Außenwirkung gerichtete Aktionen fallen den besonderen Umständen zum Opfer (Sommerfest, Bürgerreise, Filmveranstaltung, Plakatausstellung, die dritte „Lesung mit Musik“, die Teilnahme am „Internationalen Sommerfest“ des Amtes für Zuwanderung und Integration …).

Dies schmerzt insofern besonders, da die Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und Ocotal dieses Jahr den 30. Geburtstag hätte feiern können …

So blieb es beim Austausch von Post- und Video-Grüßen zwischen dem Verein und den FreundInnen von INPRHU, unserer Partnerorganisation in Ocotal.

Juni/November 2020
Der Verein hatte 2013 beim OLG Frankfurt/M. die Wiederaufnahme in die hessenweite „Liste der gemeinnützigen Einrichtungen als Empfänger für Geldauflagen“ erlangt. Dies bescherte uns im Juni und im November 2020 erstmals „fette Beute“, insgesamt 21000 €.

Dezember 2020
VertreterInnen aus drei Partnerschaftsvereinen (u.a. Nueva Nicaragua e.V.) hatten sich im Jahr zuvor tatkräftig dafür eingesetzt, eine Erhöhung der Gelder zu erreichen, die seitens der Stadt den Partnerschaftsvereinen zugewiesen werden. Die Bemühungen waren letztlich erfolgreich und schlugen sich für 2020 in einer Etaterhöhung von 23000 € auf 38000 € nieder. Dementsprechend fiel der diesjährige Zuschuss zur Förderung der städtepartnerschaftlichen Aktivitäten des Vereins deutlich höher aus als noch im Vorjahr.

Die grundlegende Überarbeitung und Verbesserung der Website des Vereins schreitet bestens voran und neigt sich dem Ende zu. Unter der Regie und dem Management von Carmen Weibler und Otto Weiss tragen viele Köpfe zum Gelingen bei. ¡Adelante!

WEBSITE ERSTELLT MIT

FREUNDLICHER UNTERSTÜTZUNG

DER

NASPA_rot.jpg

Nueva Nicaragua

Verein zur Förderung der deutsch-nicaraguanischen Freundschaft e.V. 

Hackenbaum 6 

65207 Wiesbaden 

Kontakt:

Email:     info@nueva-nicaragua-wiesbaden.de

Phone:   0611 509985